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Sieben Tage zwischen Elbe, Ostsee und Eifel (September 2015 und Mai 2016)

Mit der Kirnitzschtalbahn und dem "Rasenden Roland" auf Rügen wollen wir zwei bekannte Eisenbahnziele in Ostdeutschland besuchen. Wir kombinieren dies mit einer Mitfahrt in den Kurswagen des "UrlaubsExpress Mecklenburg-Vorpommern" von Usedom nach Köln und reisen auf ungewöhnlichen Wegen zurück an den Bodensee.


Streckenkarte

Nach einem der Besuch der Wiesentalbahn reisen wir mit dem Nachtzug von Basel nach Bad Schandau zur Kirnitzschtalbahn. Auf dem weiteren Weg nach Dresden legen wir einen Zwischenhalt an der Bastei ein und fahren am Abend nach Kamenz. Am dritten Reisetag steht eine Rundfahrt über Bautzen, Görlitz sowie Zittau und durch das deutsch-tschechische Grenzgebiet auf dem Reiseplan. Schließlich bleibt Zeit für einen Besuch bei der Müglitztalbahn, bevor uns die Reise nach Binz auf Rügen führt. Nach einem Abstecher nach Sassnitz fahren wir mit dem "Rasenden Roland" nach Göhren und setzen mit dem Schiff über auf die Insel Usedom. Von dort bringt uns der "UrlaubsExpress Mecklenburg-Vorpommern" nach Köln. Über die Eifelstrecke fahren wir weiter nach Trier und der Luftlinie folgend über Saarbrücken, Straßburg und die Schwarzwaldbahn zurück an den Bodensee.


Tag 1: Konstanz - Singen - Basel - Zell im Wiesental - Basel

Unsere siebentägige Rundreise starten wir an einem sonnigen Nachmittag am Bahnhof von Konstanz. Der erste Zug unserer Tour ist der seehas nach Singen. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Verbindung unter Regie der SBB GmbH haben die Triebzüge neue Aufkleber erhalten.

seehas-Zug im Bahnhof Konstanz
seehas-Zug im Bahnhof Konstanz

Aufkleber zum Jubiläum 10 Jahre seehas mit der SBB GmbH
Aufkleber zum Jubiläum 10 Jahre seehas mit der SBB GmbH

Erste Klasse im seehas-Zug
Erste Klasse im seehas-Zug

Blick aus dem Zugfenster auf der Fahrt am Untersee
Blick aus dem Zugfenster auf der Fahrt am Untersee

Nach der Fahrt am Ufer des Untersees steigen wir in Singen um auf den Interregio-Express nach Basel. Der IRE-Verkehr auf der Hochrheinbahn wird mit Neigetechnik-Dieseltriebwagen der Baureihe 611 abgewickelt.

Dieseltriebwagen der Baureihe 611 im Bahnhof Singen
Dieseltriebwagen der Baureihe 611 im Bahnhof Singen

Innenbild Erste Klasse Baureihe 611
Erste Klasse im Dieseltriebwagen Baureihe 611

Fahrt durch Laufenburg, links der Brücke das deutsche Laufenburg, rechts das schweizerische Laufenburg
Fahrt durch Laufenburg, links der Brücke der deutsche Ort Laufenburg, rechts der schweizerische Ort Laufenburg

Fahrt am Hochrhein
Fahrt am Hochrhein

Flirt-Triebzug der SBB als S 6 im Badischen Bahnhof Basel
Flirt-Triebzug der SBB als S 6 im Badischen Bahnhof Basel

Im Badischen Bahnhof Basel wechseln wir auf die S 6 zur Fahrt auf der Wiesentalbahn nach Zell im Wiesental. Diese Verbindung wird ebenso wie der seehas von der SBB GmbH mit Flirt-Triebzügen bedient. Die Strecke ist eingebunden in die Regio-S-Bahn Basel, deren grünes Logo die Züge tragen. Im Vergleich zum seehas ist der Erste-Klasse-Bereich größer und verfügt auch über Einzelsitze.

Innenbild Erste Klasse SBB-Flirt
Erste Klasse im Flirt der SBB

Fahrt auf der Wiesentalbahn
Fahrt auf der Wiesentalbahn

Die Strecke führt auf schweizerischem Gebiet nach Riehen und quert bei Lörrach die Grenze zu Deutschland. Entlang des Flusses Wiese fahren wir in den Südschwarzwald. Nach knapp 40 Minuten ist die Endstation in Zell im Wiesental erreicht.

Innenstadt von Zell mit Stadtpfarrkirche
Innenstadt von Zell mit Stadtpfarrkirche

Blick auf den Haltepunkt Zell im Wiesental
Blick auf den Haltepunkt Zell im Wiesental

Von einer Anhöhe bei der Kalvarienbergkapelle verschaffen wir uns einen Überblick über den Ort und den ehemaligen Bahnhof von Zell, der in einen eingleisigen Haltepunkt umgewandelt wurde. Im 19. und 20. Jahrhundert war Zell von der Textilindustrie geprägt; mit dem Niedergang der Industrie hat die Bahnstrecke auch den Güterverkehr verloren. Von 1889 bis 1967 führte von Zell eine 18 Kilometer lange Schmalspurbahn weiter durch das obere Wiesental nach Todtnau, auch jenes sogenannte "Todtnauerli" fiel dem Strukturwandel zum Opfer.

Zell im Wiesental
Zell im Wiesental

Flirt-Triebzug in Zell im Wiesental
Flirt-Triebzug in Zell im Wiesental

Mit der S 6 fahren wir schließlich zurück nach Basel, knapp 29 Kilometer sind es bis zum Badischen Bahnhof. Unterwegs passieren wir Schopfheim, der Ort war Ausgangspunkt der heute stillgelegten Wehratalbahn. Diese wurde als strategische Bahn gebaut und führte durch den Fahrnauer Tunnel nach Bad Säckingen, so dass das schweizerische Territorium bei Basel umfahren werden konnte.

Erste Klasse im Flirt-Triebzug
Erste Klasse im Flirt-Triebzug

Display mit dem Fahrplan der S 6
Display mit dem Fahrplan der S 6

Fahrt auf der Wiesentalbahn
Fahrt auf der Wiesentalbahn

Badischer Bahnhof Basel bei Nacht
Badischer Bahnhof Basel

Am Badischen Bahnhof in Basel endet der kleine Ausflug im Nahverkehr, im Nachtsprung soll es nun in den Osten Deutschlands gehen. Mit dem CNL Canopus von Zürich nach Prag fahren wir bis Bad Schandau. Der Comfortline-Schlafwagen wird von der tschechischen Bahn ČD gestellt, ist aber bis auf die Farbgebung baugleich mit den Wagen der Deutschen Bahn. Auf uns wartet ein Deluxe-Abteil mit Dusche und WC.

Empfangshalle im Badischen Bahnhof Basel bei Nacht
Empfangshalle im Badischen Bahnhof

Gang im Comfortline-Schlafwagen
Gang im Comfortline-Schlafwagen

Deluxe-Abteil im Comfortline-Schlafwagen
Deluxe-Abteil im Comfortline-Schlafwagen

Dusche im Deluxe-Abteil des Comfortline-Schlafwagens
Dusche im Abteil

Toilette im Deluxe-Abteil des Comfortline-Schlafwagens
Toilette im Abteil

Tschechischer Sekt als Schlummertrunk
Tschechischer Sekt als Schlummertrunk


Tag 2: Bad Schandau - Kurort Rathen - Dresden - Kamenz - Dresden

Während der Nacht sind wir über Frankfurt, Erfurt, Leipzig und Dresden ins Elbtal gefahren, beim ersten morgendlichen Blick aus dem Zugfenster hängt noch der Morgennebel über dem Fluss. Zur vereinbarten Frühstückszeit werden wir vom Schlafwagenbetreuer in das Nachbarabteil gebeten, wo das Frühstück schon bereit steht.

Morgendliche Fahrt entlang der Elbe
Morgendliche Fahrt entlang der Elbe

Schlafwagen-Abteil in Tagesstellung
Schlafwagen-Abteil in Tagesstellung

Frühstück im CNL-Schlwagen
Frühstück im Schlafwagen

Blick aus dem Zugfenster im Elbtal
Blick aus dem Zugfenster im Elbtal

Schlafwagen nach der Ankunft in Bad Schandau
Schlafwagen nach der Ankunft in Bad Schandau

CNL nach Prag in Bad Schandau
CNL vor der Weiterfahrt nach Prag

Seit dem Lokwechsel in Leipzig ist eine tschechische Lok am Zug, die den CNL in den nächsten zwei Stunden nach Prag bringen wird. Als Grenzbahnhof hat Bad Schandau ein stattliches Empfangsgebäude; der Bahnhof wird auch als "Nationalparkbahnhof" bezeichnet, da er der einzige Fernverkehrshalt in der Region um den Nationalpark Sächsische Schweiz ist. Während der Bahnhof auf der linken Elbseite liegt, ist der Ort Bad Schandau etwas flussaufwärts rechts der Elbe.

Bahnhof Bad Schandau
Bahnhof Bad Schandau

Morgenstimmung an der Elbe, flussaufwärts der Turm der Johanniskirche Bad Schandau
Morgenstimmung an der Elbe, flussaufwärts der Turm der Johanniskirche Bad Schandau

Desiro-Triebzug auf der Carolabrücke Bad Schandau
Desiro-Triebzug auf der Carolabrücke

Beim morgendlichen Spaziergang über die Elbbrücke ins Zentrum von Bad Schandau können wir auf der Carolabrücke flussabwärts einen Desiro-Triebwagen beobachten - am nächsten Reisetag wollen wir selbst über diese Brücke fahren. Über den Marktplatz und vorbei an der St.-Johannis-Kirche aus dem 18. Jahrhundert laufen wir zum Kurpark.

Marktplatz Bad Schandau
Marktplatz Bad Schandau

Johanniskirche Bad Schandau
Johanniskirche Bad Schandau

Kirnitzschtalbahn an der Haltestelle Kurpark in Bad Schandau
Kirnitzschtalbahn an der Haltestelle Kurpark in Bad Schandau

Am Kurpark befindet sich die Endhaltestelle der Kirnitzschtalbahn. Die knapp acht Kilometer lange Überlandstraßenbahn führt von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall. Die nachfolgenden Streckenbilder entstanden auf der Rückfahrt aus dem letzten Wagen, als kleines Streckenportrait sind sie nun in Fahrtrichtung geordnet.

Innenraum Kirnitzschtalbahn
Innenbild Kirnitzschtalbahn

Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn durch Bad Schandau
Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn durch das Stadtgebiet von Bad Schandau

Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn durch Bad Schandau

Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn durch Bad Schandau

Gleise in Seitenlage der Kirnitzschtalstraße
Gleise in Seitenlage der Kirnitzschtalstraße

Die eingleisige meterspurige Strecke führt in Seitenlage auf der Kirnitzschtalstraße in den Nationalpark Sächsische Schweiz. Auf der Rückfahrt kommt die Straßenbahn den Autos somit auf der "falschen" Seite als "Geisterfahrer" entgegen. Das Depot der Kirnitzschtalbahn liegt am Stadtrand direkt an der Strecke. Auf dem Dach des Betriebshofs befindet sich eine Photovoltaikanlage, die etwa ein Fünftel des für die Bahn benötigen Stroms erzeugt.

Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn

Depot der Kirnitzschtalbahn
Depot der Kirnitzschtalbahn

Fahrt mit der Kirnitzschtalbahn

Streckenverlauf entlang der Kirnitzsch
Streckenverlauf entlang der Kirnitzsch

Namensgeber der Bahn ist das Flüsschen Kirnitzsch, das im Lausitzer Bergland in Tschechien entspringt und in Bad Schandau in die Elbe mündet. Nach rund 30 Minuten Fahrzeit wird die Endstation am Lichtenhainer Wasserfall erreicht. An der Endhaltestelle wird der Triebwagen sodann für die Rückfahrt umgesetzt. Die Strecke wurde am Pfingstsamstag des Jahres 1898 eröffnet, sie diente von Anfang an rein touristischen Zwecken.

Gasthaus am Lichtenhainer Wasserfall bei der Endstation
Gasthaus am Lichtenhainer Wasserfall bei der Endstation

Kirnitzschtalbahn an der Endhaltestelle Lichtenhainer Wasserfall
Kirnitzschtalbahn an der Endhaltestelle

Blick zur Endhaltestelle, links der Zugang zum Lichtenhainer Wasserfall
Blick zur Endhaltestelle, links der Zugang zum Wasserfall

Lichtenhainer Wasserfall
Lichtenhainer Wasserfall

Unweit der Haltestelle befindet sich der künstlich umgestaltete Lichtenhainer Wasserfall. Der Lichtenhainer Dorfbach wird oberhalb des Wasserfalls angestaut und im 30-Minuten-Rhythmus wird der Wasserfall mit musikalischer Begleitung gezogen, d.h. das Schwallwehr wird geöffnet, so dass sich das Wasser über den Wasserfall ergießt.

Kirnitzsch
Kirnitzsch

Das hier sanft plätschernde Flüsschen Kirnitzsch hatte im Jahr 2010 mit einer Flutwelle schwere Zerstörungen im Tal angerichtet und sowohl die Strecke als auch die Fahrzeuge der Kirnitzschtalbahn erheblich getroffen. Erst zwei Jahre später wurde der Verkehr auf der Gesamtstrecke wieder aufgenommen.

Einfahrt der Kirnitzschtalbahn
Einfahrt der Kirnitzschtalbahn aus Bad Schandau

Kirnitzschtalbahn zur Rückfahrt nach Bad Schandau
Kirnitzschtalbahn zur Rückfahrt nach Bad Schandau

Mit der nächsten Bahn treten wir nun die Rückfahrt an. Als einzige deutsche Straßenbahnlinie trägt die Kirnitzschtalbahn keine Liniennummer, in der Fahrplanauskunft wird sie als "STRKBahn" geführt.

Innenbild Kirnitzschtalbahn
Innenbild Kirnitzschtalbahn

Fahrt entlang der Kirnitzsch
Fahrt entlang der Kirnitzsch

Altstadt von Bad Schandau
Altstadt von Bad Schandau

Nach der Rückkehr nach Bad Schandau laufen wir durch Altstadt zur Elbe. Von dort nutzen wir die Elbfähre, die uns in etwa 10 Minuten zum Anleger am Bahnhof bringt.

Fahrt mit der Fähre auf der Elbe
Fahrt mit der Bahnhofsfähre auf der Elbe

Blick von der Fähre auf den Bahnhof Bad Schandau
Blick von der Fähre auf den Bahnhof Bad Schandau

Fähre nach der Ankunft am Bahnhof
Fähre nach der Ankunft am Bahnhof

Zug der S 1 im Bahnhof Bad Schandau
Zug der S 1 im Bahnhof Bad Schandau

Für eine kurze Etappe von neun Minuten nutzen wir die S 1 in Richtung Dresden. Die S-Bahn ist gebildet aus Doppelstockwagen. Auf einem der schönsten Abschnitte der Elbtalbahn fahren wir zwei Stationen bis zum Kurort Rathen.

Erste Klasse im Doppelstockwagen der S-Bahn Dresden
Erste Klasse im Doppelstockwagen der S-Bahn Dresden

Fahrt mit der S 1 durchs Elbtal
Fahrt mit der S 1 durchs Elbtal

Gierseilfähre Rathen
Gierseilfähre Rathen

Nach der Ankunft in Rathen wollen wir erneut das Elbufer wechseln, das ist hier nur per Fähre möglich. Es verkehrt eine Gierseilfähre, die an einem langen Drahtseil hängt und von der Strömung über den Fluss bewegt wird. Die historische Fähre steht unter Denkmalschutz. Vom rechtselbischen Ortsteil Niederrathen beginnt der Aufstieg zur Bastei, eine der Touristenattraktionen in der Sächsischen Schweiz.

Fahrt über die Elbe
Fahrt über die Elbe

Ortsteil Niederrathen
Ortsteil Niederrathen

Blick von der Bastei auf den Haltepunkt Kurort Rathen
Blick von der Bastei auf den Haltepunkt Kurort Rathen

Felsformationen des Elbsandsteingebirges
Felsformationen des Elbsandsteingebirges

Neben den imposanten Felsformationen des Elbsandsteingebirges ist die Bastei auch für die steinerne Basteibrücke bekannt. Als die Brücke 1851 errichtet wurde, setzte ein regelrechter Touristenstrom ein. Mit 1,5 Millionen Besuchern im Jahr ist die Bastei heute das meistbesuchte Ziel in einem deutschen Nationalpark. Es gab auch Pläne für eine Bergbahn vom Elbtal auf die Bastei, diese wurden jedoch nicht umgesetzt.

Basteibrücke
Basteibrücke

Blick von der Bastei ins Elbtal
Blick von der Bastei ins Elbtal

Felsen an der Bastei
Felsen an der Bastei

Blick über das Elbsandsteingebirge
Blick über das Elbsandsteingebirge

Blick stromabwärts auf die Elbe
Blick stromabwärts auf die Elbe, rechts der Wartturm

Von hier aus ist ein markanter Felsen zu sehen, der sogenannte Wartturm. Im Jahr 2000 brach ein Drittel des Felsens ab und 800 Tonnen Sandstein stürzten ins Tal.
Schließlich wandern wir hinab nach Niederrathen und setzen mit der Gierseilfähre über.

Felsen des Elbsandsteingebirges
Felsen des Elbsandsteingebirges

Gierseilfähre nach Rathen
Gierseilfähre nach Rathen

Fahrt mit der Fähre über die Elbe
Fahrt mit der Fähre über die Elbe

Bahnhof Kurort Rathen
Bahnhof Kurort Rathen

Bahnhof Kurort Rathen

Erste Klasse im Doppelstockwagen der S-Bahn Dresden
Erste Klasse im Doppelstockwagen der S-Bahn Dresden

Erneut nutzen wir die S 1 und fahren im Doppelstockwagen landschaftlich reizvoll weiter durch das Elbtal flussabwärts nach Dresden. Nach der Ankunft starten wir zu einem kleinen Stadtrundgang durch die sächsische Landeshauptstadt.

Fahrt mit der S 1 durchs Elbtal
Fahrt mit der S 1 durchs Elbtal

Residenzschloss Dresden
Residenzschloss Dresden

Frauenkirche Dresden
Frauenkirche

Blick über die Elbe auf die Altstadt von Dresden
Blick über die Elbe auf die Altstadt von Dresden

Desiro-Triebwagen der Städtebahn Sachsen im Hauptbahnhof Dresden
Desiro-Triebwagen der Städtebahn Sachsen im Hauptbahnhof Dresden

Die Nachmittags- und Abendstunden wollen wir für einen kleinen Ausflug nach Kamenz nutzen. Auf der Strecke verkehrt im Stundentakt die Städtebahn Sachsen mit Desiro-Triebwagen. Bei der Fahrt vom Hauptbahnhof über die Elbe nach Dresden-Neustadt können wir den sogenannten Canaletto-Blick auf die Altstadt von Dresden einfangen.

Innenbild Erste Klasse im Desiro der Städtebahn Sachsen
Erste Klasse im Desiro der Städtebahn Sachsen

Canaletto-Blick auf Dresden bei der Fahrt über die Elbe
Canaletto-Blick auf Dresden bei der Fahrt über die Elbe

Zweisprachiges Bahnhofsschild in Kamenz / Kamjenc
Zweisprachiges Bahnhofsschild in Kamenz / Kamjenc

Nach der Fahrt durch das Westlausitzer Hügel- und Bergland erreichen wir Kamenz. Im Städtedreieck zwischen Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda in der Oberlausitz liegt ein Zentrum der sorbischen Minderheit in Deutschland. So ist auch das Bahnhofsschild zweisprachig. Bei einem Spaziergang erkunden wir die Altstadt des 15.000-Einwohner-Ortes.

Klosterkirche St. Annen Kamenz
Klosterkirche St. Annen Kamenz

Altstadt von Kamenz
Altstadt von Kamenz

Rathaus Kamenzs
Rathaus

Das Rathaus am Marktplatz soll an einen venezianischen Palazzo erinnern, es wurde 1847/48 erbaut. Unser Rundgang führt uns auch zum Roten Turm, ein Überbleibsel der mittelalterlichen Stadt- und Klosterbefestigung.

Roter Turm und Hauptkirche St. Marien Kamenz
Roter Turm und Hauptkirche St. Marien

Bahnhof Kamenz
Bahnhof Kamenz

Der Bahnhof Kamenz (Sachs) / Dwórnišćo Kamjenc (Sakska) ist heute Endstation im Personenverkehr, bis 1998 gab es noch Reisezugverkehr weiter bis Hosena, eine andere ehemalige Bahnstrecke nach Bischofswerda ist bereits abgebaut. Der Personenverkehr wird vom Hausbahnsteig abgewickelt, hier treten wir die Rückfahrt nach Dresden an.

Hausbahnsteig Bahnhof Kamenz
Hausbahnsteig

Bahnhofsschild Kamenz
Zweisprachiges Bahnhofsschild

Desiro der SBS im Bahnhof Kamenz
Desiro der SBS im Bahnhof Kamenz

Innenbild Erste Klasse im Desiro der Städtebahn Sachsen
Erste Klasse im Desiro der Städtebahn Sachsen

Semperoper Dresden bei Nacht
Semperoper Dresden

Nach einer Fahrzeit von etwa einer Dreiviertelstunde sind wir zurück in Dresden, hier beschließen wir den zweiten Reisetag mit einem abendlichen Spaziergang durch die Altstadt.


Tag 3: Dresden - Bautzen - Görlitz - Zittau - Rybniště - Rumburk - Bad Schandau - Dresden

Heute steht eine Rundfahrt durch Sachsen sowie das angrenzte Ausland auf unserem Reiseplan. Am Hauptbahnhof von Dresden starten wir in Richtung Görlitz, die Verbindung des Anbieters trilex wird mit einem Desiro-Triebzug der Deutschen Bahn gefahren.

Bahnsteighalle des Dresdners Hauptbahnhofs
Bahnsteighalle des Dresdners Hauptbahnhofs

Desiro der DB im Einsatz als trilex nach Görlitz
Desiro der DB im Einsatz als trilex nach Görlitz

Ehemalige Zigarettenfabrik Yenidze
Ehemalige Zigarettenfabrik Yenidze

Vorbei an der als "Moschee" bekannten ehemaligen Zigarettenfabrik Yenidze erreichen wir die Elbe und fahren weiter durch die Lausitz. Nach einer knappen Stunde Fahrzeit legen wir in Bautzen einen Zwischenstopp ein.

Fahrt über die Elbe in Dresden
Fahrt über die Elbe in Dresden

Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt durch die Lausitz
Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt durch die Lausitz

Rathaus Bautzen
Rathaus Bautzen

Durch die Altstadt von Bautzen laufen wir zu einem auf dem Stadtplan eingezeichneten Aussichtspunkt, von dort bietet sich eine Stadtansicht mit dem Dom St. Petri, der Nikolaikirchenruine und der Ortenburg. Die Nikolaikirche wurde im Jahr 1620 im Krieg zerstört und nicht mehr aufgebaut. Auf dem Rückweg zum Bahnhof besuchen wir die Aussichtsplattform auf dem Reichenturm.

Blick auf Dom St. Petri und Nicolaiturm in Bautzen
Blick auf Dom St. Petri und Nicolaiturm

Nikolaikirchenruine und Ortenburg Bautzen
Nikolaikirchenruine und Ortenburg

Reichenturm Bautzen
Reichenturm

Blick vom Reichenturm zu Dom und Rathausturm Bautzen
Blick vom Reichenturm zu Dom und Rathausturm

Alte Kaserne mit Wendischem Turm Bautzen
Alte Kaserne mit Wendischem Turm

Empfangsgebäude Bahnhof Bautzen
Empfangsgebäude Bahnhof Bautzen

Auch der Bahnhof von Bautzen ist zweisprachig beschriftet, die Stadt heißt auf obersorbisch Budyšin. Das Empfangsgebäude ist geschlossen und harrt einer Sanierung oder anderweitigen Nutzung. Mit dem trilex-Express fahren wir weiter durch die Oberlausitz nach Görlitz.

Informationstafel zur Geschichte des Bahnhofs Bautzen
Informationstafel zur Geschichte des Bahnhofs

Fahrt durch die Oberlausitz von Bautzen nach Görlitz
Fahrt durch die Oberlausitz von Bautzen nach Görlitz

trilex-Desiro nach der Ankunft in Görlitz
trilex-Desiro mit Werbebeklebung nach der Ankunft in Görlitz

Rathausturm Görlitz
Rathausturm Görlitz

Görlitz ist Deutschlands östlichste Stadt und besitzt eine der am besten erhaltenen Altstädte Mitteleuropas. Wir starten hier zu einem Spaziergang durch die Altstadt und über die Neiße in die polnische Nachbarstadt Zgorzelec.

Nikolaiturm Görlitz
Nikolaiturm

Neues Rathaus Görlitz
Neues Rathaus

Blick vom polnischen Zgorzelec über die Neiße auf die Peterskirche Görlitz
Blick vom polnischen Zgorzelec über die Neiße auf die Peterskirche Görlitz

Altes Rathaus Görlitz
Rathausturm des Alten Rathauses

Obermarkt Görlitz
Obermarkt Görlitz

Berliner Straße Görlitz mit Blick auf den Bahnhof
Berliner Straße mit Blick auf den Bahnhof

Durch die Berliner Straße laufen wir zurück an den Bahnhof. Am Ende der Straßenflucht ist bereits das Empfangsgebäude mit seinem Türmchen zu sehen. Der Bahnhof Görlitz wurde 1847 eröffnet, das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1917. Der Bahnhof wird heute nur noch im Regionalverkehr angefahren, während es früher Interregioverbindungen bis ins Allgäu oder nach Wilhelmshaven gab, auch eine Verbindung von Paris nach Warschau führte einst durch Görlitz.

Empfangsgebäude Bahnhof Görlitz
Empfangsgebäude Bahnhof Görlitz

Empfangshalle Bahnhof Görlitz
Empfangshalle

Fahrt auf der Neißetalbahn von Görlitz nach Zittau
Fahrt auf der Neißetalbahn von Görlitz nach Zittau

Mit der Ostdeutschen Eisenbahn (ODEG) fahren wir von Görlitz auf der Neißetalbahn nach Zittau. Die Strecke ist nicht nur landschaftlich interessant, sondern auch politisch, denn sie führt abschnittsweise über polnisches Staatsgebiet. Südlich von Hagenwerder quert die Strecke das erste Mal die Neiße und damit die Grenze zu Polen. Bei Ręczyn kommt aus Osten die Strecke aus Mikułowa hinzu, auf der jedoch kein Personenverkehr mehr stattfindet. Der nächste Bahnhof Krzewina Zgorzelecka wird seither nur noch von deutschen Zügen angefahren.

Zusammentreffen mit der Strecke aus Mikułowa
Zusammentreffen mit der Strecke aus Mikułowa

Abzweig bei Ręczyn
Abzweig bei Ręczyn

Fahrt auf dem polnischen Abschnitt der Neißetalbahn
Fahrt auf dem polnischen Abschnitt der Neißetalbahn

Bei der Wiederaufnahme des Verkehrs im Jahr 1948 durften deutsche Personenzüge das polnische Gebiet im Transitverkehr nur im verschlossenen Zustand und nur mit vorgezogenen Gardinen befahren. Insgesamt vier Mal quert die Bahnstrecke die Neiße und damit die deutsch-polnische Grenze, landschaftlich reizvoll führt die Strecke dabei durch das Durchbruchstal des Flusses.

Neiße als deutsch-polnische Grenze
Neiße als deutsch-polnische Grenze

Braunkohletagebau im polnischen Tagebau Turów
Braunkohletagebau jenseits der Grenze im polnischen Tagebau Turów

Desiro-Triebwagen der ODEG nach der Ankunft in Zittau
Desiro-Triebwagen der ODEG nach der Ankunft in Zittau

Altstadt Zittau
Altstadt Zittau

Auch in Zittau haben wir Zeit für eine kleine Stadtbesichtigung. Geprägt wird die Altstadt von den zwei ungleichen Türmen der Johanniskirche aus dem Jahr 1837 sowie vom Rathaus am Marktplatz.

Johanniskirche Zittau
Johanniskirche

Rathaus Zittau
Rathaus

Klosterkirche Zittau
Klosterkirche

Empfangsgebäude Bahnhof Zittau
Empfangsgebäude Bahnhof Zittau

Aufgrund der Grenzlage zu Tschechien war der Bahnhof von Zittau als Grenzbahnhof angelegt worden. Auf dem Bahnhofsvorplatz liegen die Gleise der Zittauer Schmalspurbahn, wobei wir jedoch zur Weiterfahrt den trilex nach Tschechien wählen. Ab Mittelherwigsdorf fahren wir auf der sogenannten Mandaubahn über die deutsch-tschechische Grenze nach Varnsdorf und durch das Lausitzer Gebirge nach Rybniště.

Innenraum trilex-Regioshuttle
Innenbild trilex-Regioshuttle

Fahrt auf der Mandaubahn von Zittau nach Rybniště
Fahrt auf der Mandaubahn von Zittau nach Rybniště

Fahrt auf der Mandaubahn von Zittau nach Rybniště

trilex-Regioshuttle nach der Ankunft in Rybniště
trilex-Regioshuttle nach der Ankunft in Rybniště

Endstation ist das 700-Einwohner-Dorf Rybniště (deutsch Teichstatt), hier trifft die Strecke aus Zittau auf die Strecke von Rumburk nach Děčin. Anstelle eines tschechischen Regionalzugs nach Rumburk verkehrt ein Bus im Schienenersatzverkehr.

Pestsäule in der Innenstadt von Rumburk (deutsch Rumburg)
Pestsäule in der Innenstadt von Rumburk

Nach der Ankunft mit dem Bus in Rumburk (deutsch Rumburg) schauen wir uns in der Innenstadt um und setzen dann die Reise am Bahnhof fort. Rumburk ist ein Eisenbahnknotenpunkt und Grenzbahnhof, von hier aus gibt es im Zweistundentakt mit der sogenannten Nationalparklinie U 28 eine internationale Verbindung nach Deutschland, es verkehrt ein Desiro-Triebwagen der Deutschen Bahn.

Bahnhof Rumburk/Rumburg
Bahnhof Rumburk

Desiro-Triebwagen als Nationalparklinie U 28 im Bahnhof Rumburk
Desiro-Triebwagen als Nationalparklinie U 28 im Bahnhof Rumburk

Innenbild Erste Klasse im Desiro der DB
Innenbild Erste Klasse

Fahrt durch den Schluckenauer Zipfel
Fahrt durch den Schluckenauer Zipfel

Landschaftlich äußerst reizvoll führt die Strecke durch den Schluckenauer Zipfel durch das Lausitzer Bergland, wobei manches Bahnhofsgebäude entlang der Strecke schon bessere Zeiten gesehen hat.

Unterwegs im Lausitzer Bergland
Unterwegs im Lausitzer Bergland

Empfangsgebäude Bahnhof Lipová u Šluknova
Empfangsgebäude Bahnhof Lipová u Šluknova

Fahrt mit der Nationalparklinie U 28
Fahrt mit der Nationalparklinie U 28

Bahnhof Mikulášovice
Bahnhof Mikulášovice

Blick aus dem Zugfenster auf der Fahrt zwischen Mikulášovice und Sebnitz
Blick aus dem Zugfenster auf der Fahrt zwischen Mikulášovice und Sebnitz

Der grenzüberschreitende Abschnitt von Dolní Poustevna nach Sebnitz wurde nach 1945 nicht mehr befahren. Nachdem 1948 ein Güterwagen in Dolní Poustevna entlief und nach Deutschland rollte, wurde die Strecke durch eine Gleislücke an der Grenze unterbrochen. 2014 wurde die grenzüberschreitende Strecke wieder eröffnet und wird seither von der U 28 befahren.

Blick auf Sebnitz
Blick auf Sebnitz

Fahrt auf der Sebnitztalbahn
Fahrt auf der Sebnitztalbahn

Durch das Tal der Sebnitz geht es nun landschaftlich interessant und abwechslungsreich hinab nach Bad Schandau über 27 Brücken und durch sieben Tunnel. Der kurvenreiche Abschnitt der Sebnitztalbahn wurde auch als Sächsischer Semmering bekannt - nachdem dieser Begriff aber anderweitig geschützt ist, wird die Strecke heute als Sächsisch-Böhmische Semmeringbahn vermarktet.

Fahrt auf der Carolabrücke über die Elbe
Fahrt auf der Carolabrücke über die Elbe

Tschechischer Schriftzug 'Dráha národního parku' (Nationalparkbahn) auf dem Desiro-Triebzug
Tschechischer Schriftzug 'Dráha národního parku' (Nationalparkbahn) auf dem Desiro-Triebzug

Die Nationalparkbahn fährt weiter ins tschechische Děčin, wobei wir in Bad Schandau aussteigen und auf die S 1 wechseln. Während langsam die Abenddämmerung einsetzt, fahren wir durch das Elbtal nach Dresden.

Einfahrt eines Doppelstockzugs der S 1 in den Bahnhof Bad Schandau
Einfahrt eines Doppelstockzugs der S 1 in den Bahnhof Bad Schandau

Erste Klasse im Doppelstockwagen der S-Bahn Dresden
Erste Klasse im Doppelstockwagen der S-Bahn Dresden

Fahrt durch das abendliche Elbtal
Fahrt durch das abendliche Elbtal

Frauenkirche Dresden bei Nacht
Frauenkirche Dresden

In der Altstadt von Dresden zwischen Frauenkirche und Dresdner Schloss beschließen wir den Tag. Der achteckige Hausmannsturm wurde um 1400 erbaut und ist der älteste noch existierende Teil des Schlosses.

Hausmannsturm des Dresdener Schlosses bei Nacht
Hausmannsturm des Dresdener Schlosses


Tag 4: Dresden - Altenberg - Dresden - Binz

Bevor wir am Nachmittag von Dresden an die Ostsee reisen wollen, bleibt Zeit für einen Ausflug auf der Müglitztalbahn. Wir fahren zunächst erneut mit der S 1 durch das Elbtal und wechseln in Heidenau auf einen Desiro-Triebzug der Städtebahn Sachsen zur Fahrt nach Altenberg.

Erste Klasse im Desiro-Triebzug der Städtebahn Sachsen (SBS)
Erste Klasse im Desiro-Triebzug der Städtebahn Sachsen

Bahnhofsgebäude Niederschlottwitz
Bahnhofsgebäude Niederschlottwitz

Die Müglitztalbahn ist eine 38 Kilometer lange Nebenbahn. Sie wurde zunächst als Schmalspurbahn errichtet, zwischen 1935 und 1938 auf Normalspur umgebaut und teilweise neu trassiert. In jener Zeit entstanden auch die Bahnhofsgebäude, wobei man die zwischen Elbtal und Osterzgebirge ortstypische Bauweise aufgriff. Mit den schiefergedeckten Steildächern und Sgraffito-Elementen sind die Bahnhofsgebäude schmuck anzusehen.

Schuppen am Bahnhof Niederschlottwitz
Schuppen am Bahnhof Niederschlottwitz

Fahrt über den Fluss Müglitz in Glashütte
Fahrt über den Fluss Müglitz in Glashütte

Die Strecke quert ein paar Mal die Müglitz, wobei die Lage im engen Flusstal der Bahnstrecke bereits mehrfach zum Verhängnis wurde, zuletzt wurde die Strecke im Jahr 2002 durch eine Jahrhundertflut weitgehend zerstört und war über ein Jahr nicht befahrbar.

Fahrt auf der Müglitztalbahn durch das Erzgebirge
Fahrt auf der Müglitztalbahn durch das Erzgebirge

Die Bahnstrecke überwindet von Heidenau im Elbtal über 600 Höhenmeter bis zur Endstation Kurort Altenberg, die auf 757 Metern über dem Meer liegt. Nachdem die Bahnstrecke das Müglitztal verlassen hat, führt sie an den Hängen des Geisingbergs nach Altenberg und eröffnet dabei einen Ausblick auf die Landschaft des östlichen Erzgebirges.

Zug nach der Ankunft im Bahnhof Kurort Altenberg
Zug nach der Ankunft im Bahnhof Kurort Altenberg

Nach einer Fahrzeit von einer knappen Stunde ist Altenberg erreicht. In Nachbarschaft zum heutigen Empfangsgebäude liegt das ehemalige Bahnhofs- und Empfangsgebäude der Kleinbahn, das heute von der Historischen Sammlung Altenberg als Museum genutzt wird.

Bahnhofs- und Empfangsgebäude der Kleinbahn Altenberg
Bahnhofs- und Empfangsgebäude der Kleinbahn

Alter Wagenkasten unweit des Bahnhofs Altenberg
Alter Wagenkasten unweit des Bahnhofs Altenberg

Bei einem Rundgang um den Bahnhof stoßen wir auf einen alten Wagenkasten, der offenbar als Schuppen genutzt wurde und nun dem Verfall preisgegeben ist.
Altenberg hat rund 8.000 Einwohner und liegt im Osterzgebirge unweit der Grenze zu Tschechien. Geprägt war Altenberg über Jahrhunderte vom Zinnerzbergbau; nach dem Niedergang des Bergbaus wird der Ort heute von Fremdenverkehr, Kurwesen und Wintersport beherrscht.

Kurort Altenberg
Kurort Altenberg

Meridianstein bei Altenberg
Meridianstein

Informationstafel zum Meridianstein
Informationstafel zum Meridianstein

Kurort Altenberg
Kurort Altenberg

Empfangsgebäude Bahnhof Altenberg
Empfangsgebäude Bahnhof Altenberg

Das Empfangsgebäude gehört der Stadt Altenberg und beherbergt die Touristinformation. Während der Taktverkehr der Städtebahn Sachsen vom Hausbahnsteig abgewickelt wird, stehen für den Wintersportverkehr weitere Gleise zur Verfügung. Es gab früher Pläne, die Bahnstrecke von Altenberg nach Tschechien oder zur Weißeritztalbahn zu verlängern, diese Pläne wurden aber nicht umgesetzt

Desiro-Triebzug der SBS im Bahnhof Altenberg
Desiro-Triebzug der SBS im Bahnhof Altenberg

Innenbild Erste Klasse im Desiro-Triebzug der SBS
Erste Klasse im Desiro-Triebzug der SBS

Fahrt auf der Müglitztalbahn
Fahrt auf der Müglitztalbahn

Empfangsgebäude Bahnhof Bärenstein
Empfangsgebäude Bahnhof Bärenstein

Auch das Empfangsgebäude von Bärenstein ist mit einem Sgraffito verziert. Der Bahnhof wurde von einem Verein museal aufgearbeitet, das Empfangsgebäude befindet sich zwischenzeitlich jedoch in Privatbesitz.

Schuppen am Bahnhof Bärenstein
Schuppen am Bahnhof Bärenstein

Fahrt entlang der Müglitz
Fahrt entlang der Müglitz

Schloss Weesenstein
Schloss Weesenstein

Für einen kurzen Moment bietet sich den Reisenden ein Blick auf Schloss Weesenstein, das sich auf einem Felsvorsprung über die Müglitz erhebt. Das Schloss ging aus einer um das Jahr 1200 errichteten Burg hervor, der Rundturm entstand um 1300.

Dienstgebäude am Haltepunkt Köttewitz
Dienstgebäude am Haltepunkt Köttewitz

Auch kleinere Haltepunkte an der Müglitztalbahn erhielten Dienstgebäude, diese wurde in Holzbauweise ausgeführt. Nach der Ankunft in Heidenau steigen wir um auf die S 1 und fahren zurück nach Dresden.

Empfangshalle im Hauptbahnhof Dresden
Empfangshalle im Hauptbahnhof Dresden

Nach vielen Fahrten in Nahverkehrszügen legen wir nun die nächste Etappe nach Binz auf Rügen mit dem Eurocity 378 zurück. Der Zug kommt aus Bratislava und besteht aus einer tschechischen Garnitur. Als Teil der Verbindung Prag-Berlin sind viele ausländische Touristen im Zug.

Erste Klasse im EC-Großraumwagen der tschechischen Bahn
Erste Klasse im EC-Großraumwagen der tschechischen Bahn

Fahrt von Dresden nach Elsterwerda
Fahrt von Dresden nach Elsterwerda

Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt nach Berlin
Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt nach Berlin

Zwischenhalt im Hauptbahnhof Berlin
Zwischenhalt im Hauptbahnhof Berlin

Im Tiefgeschoss des Berliner Hauptbahnhofs hat der Zug zwanzig Minuten Aufenthalt. Nach der Ausfahrt aus dem Tunnel können wir bei der Fahrt über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal einen kurzen Blick über die Dächer der Hauptstadt werfen, bevor die Landschaft bei der anschließenden Fahrt durch die Uckermark wieder ländlicher wird.

Fahrt über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal
Fahrt über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal

Fahrt durch die Uckermark
Fahrt durch die Uckermark

Besuch im tschechischen Speisewagen
Besuch im tschechischen Speisewagen

Zur Nachmittagszeit besuchen wir den tschechischen Speisewagen für Kaffee und Kuchen, während der Zug durch das flache Land Vorpommerns rollt.

Kaffee und Kuchen im Speisewagen
Kaffee und Kuchen im Speisewagen

Fahrt durch Vorpommern
Fahrt durch Vorpommern

Druckfehler im Ortsnamen Greifswald im Faltblatt Ihr Reiseplan
Druckfehler im Ortsnamen Greifswald im Faltblatt 'Ihr Reiseplan'

Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt durch Vorpommern
Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt durch Vorpommern

Fahrt auf dem Rügendamm über den Strelasund
Fahrt auf dem Rügendamm über den Strelasund

In Stralsund wechselt der Zug die Fahrtrichtung, anschließend fahren wir auf dem Rügendamm über den Strelasund und weiter über Deutschlands größte Insel und am Ufer des Kleinen Jasmunder Boddens zum Endbahnhof Binz.

Auf der Insel Rügen
Auf der Insel Rügen

Fahrt am Ufer des Kleinen Jasmunder Boddens
Fahrt am Ufer des Kleinen Jasmunder Boddens

Zuglaufschild des EC 378 'Slovenská Strela' Bratislava-Binz
Zuglaufschild des EC 378 'Slovenská Strela' Bratislava-Binz

Der Zug trägt den Namen "Slovenská Strela" (slowakischer Pfeil), er verkehrt noch bis zum Jahresende auf der Strecke von Bratislava nach Binz. Im nächsten Jahr wird die Durchbindung nach Binz entfallen, der EC 378 wird dann als "Porta Bohemica" von Prag nach Kiel fahren.

EC 378 nach der Ankunft in Binz
EC 378 nach der Ankunft in Binz

Nach der Ankunft an unserem heutigen Tagesziel bringen wir das Gepäck ins Hotel und verbringen den Abend an der Ostseeküste und auf der Seebrücke von Binz.

Abend an der Ostseeküste
Abend an der Ostseeküste

Auf der Seebrücke von Binz
Auf der Seebrücke von Binz


Tag 5: Binz - Sassnitz - Binz - Göhren - Peenemünde - Zinnowitz - Heringsdorf

Unsere Rundfahrt soll uns heute auf die Insel Usedom führen. Da das Schiff von Rügen nach Usedom erst am Nachmittag verkehrt, nutzen wir den Vormittag für einen Ausflug nach Sassnitz und kehren später nach Binz zurück. Binz hat zwei Bahnhöfe, den DB-Bahnhof ("Großbahnhof") sowie einen Bahnhof an der Schmalspurbahn ("Kleinbahnhof"). Ein Flirt-Triebzug verkehrt als Hanse-Express von Binz nach Lietzow und von dort später unter anderer Zugnummer weiter nach Sassnitz.

DB-Bahnhof Binz auf Rügen ('Großbahnhof')
DB-Bahnhof Binz auf Rügen ('Großbahnhof')

Flirt-Triebzug der DB in Binz auf Rügen
Flirt-Triebzug

Erste Klasse im Flirt-Triebzug der DB
Erste Klasse im Flirt-Triebzug

Streckenkarte des Hanse-Express
Streckenkarte des Hanse-Express

Schloss von Lietzow
Schloss von Lietzow

In Lietzow ergibt sich die Möglichkeit für einen kurzen Spaziergang. Der 250-Einwohner-Ort ist durch seine prominente Lage am Damm zwischen Großem und Kleinen Jasmunder Bodden sowie als Umsteigebahnhof bekannt. Die Regionalzüge aus Stralsund fahren alternierend nach Sassnitz und Binz, in die jeweils andere Richtung besteht in Lietzow eine Umsteigeverbindung. Dominiert wird der Ort von einem Schloss, das man auch vom Zug aus gut sieht. Der für den Bau der Bahnstrecke über den Lietzow-Damm verantwortliche Baumeister ließ das Gebäude für sich als Villa erbauen nach einem Vorbild aus seiner schwäbischen Heimat.

Großer Jasmunder Bodden
Großer Jasmunder Bodden

Schließlich steigen wir wieder in den Flirt-Triebzug für die viertelstündige Fahrt in die Kur- und Hafenstadt Sassnitz. Das dortige Empfangsgebäude aus dem Jahr 1937 steht heute unter Denkmalschutz.

Empfangsgebäude Bahnhof Sassnitz
Empfangsgebäude Bahnhof Sassnitz

Blick auf den früheren Fährbahnhof am Hafen Sassnitz
Blick auf den früheren Fährbahnhof am Hafen Sassnitz

Unser Rundgang durch Sassnitz führt uns zunächst zum Hafen. Bis zum Bau des Fährbahnhofs im benachbarten Mukran war der Hafen von Sassnitz ein wichtiger Fährbahnhof für den Güterumschlag auf der sogenannten Königslinie ins schwedische Trelleborg. Die Steilstrecke vom Bahnhof zum Hafen ist abgebaut, verbliebene Relikte stehen als Teil des Stadthafens unter Denkmalschutz. Eine geschwungene Fußgängerbrücke überspannt heute das Areal und ermöglicht einen Blick auf die Gleisreste und eine verbliebene Fährbrücke.

Gleisreste und verbliebene Fährbrücke im Hafen Sassnitz
Gleisreste und verbliebene Fährbrücke

Hafen Sassnitz
Hafen Sassnitz

Gebäude des ehemaligen Hafenbahnhofs Sassnitz
Gebäude des ehemaligen Hafenbahnhofs Sassnitz

Strandpromenade Sassnitz
Strandpromenade

Leider trübt sich das Wetter weiter ein und es beginnt zu regnen beim Spaziergang entlang der Strandpromenade und zurück an den Bahnhof von Sassnitz.

Seesteg Sassnitz
Seesteg

Bahnhof Sassnitz
Bahnhof Sassnitz

Der Bahnhof wurde früher von den Fernzügen auf der Königslinie zwischen Deutschland und Schweden angefahren, mit dem "Saßnitz-Express" von und nach München hoffte die DDR auf Deviseneinnahmen. Der Ortsname schrieb sich zu jener Zeit noch Saßnitz, er wurde später in Sassnitz geändert. Der Bahnhof wird heute nur noch vom "Hanse-Express" aus Rostock oder Stralsund bedient. Von hier aus fahren wir zurück nach Binz.

Fahrt über die Insel Rügen
Fahrt über die Insel Rügen

Nach der Ankunft im DB-Bahnhof von Binz laufen wir durch den Ort zum Bahnhof an der Schmalspurstrecke, dieser wird als "Kleinbahnhof" oder "Binz LB" (für Landesbahn) bezeichnet.

Kleinbahnhof Binz ('Binz LB')
Kleinbahnhof Binz ('Binz LB')

Empfangshalle Kleinbahnhof Binz
Empfangshalle Kleinbahnhof Binz

Zugzielanzeiger Kleinbahnhof Binz LB
Zugzielanzeiger

Wir fahren nun nach Göhren auf der Halbinsel Mönchgut. Die Schmalspurbahn auf Rügen wurde ab 1895 abschnittsweise eröffnet, damals im Hinblick auf den Güterverkehr. Heute sind die Dampfzüge eine touristische Attraktion und das Publikum besteht überwiegend aus Urlaubern und Ausflugstouristen.

Rasender Roland mit Lok 99 1784-0
Rasender Roland mit Lok 99 1784-0

Die Rügensche Kleinbahn ist auch als "Rasender Roland" bekannt, die aktuelle Markenbezeichnung ist "Rügensche Bäderbahn (RüBB)". Die Lok mit der Betriebsnummer 99 1784-0 gehört zur Baureihe 99.77-79 der Deutschen Reichsbahn und wurde ursprünglich für die Schmalspurbahnen in Sachsen gebaut.

Innenbild Wagen der Rügenschen Bäderbahn
Innenbild Wagen der Rügenschen Bäderbahn

Fahrt mit dem 'Rasenden Roland'
Fahrt mit dem 'Rasenden Roland'

Der erste Streckenabschnitt ab Binz führt kurvenreich über den bewaldeten Höhenrücken des Granitz, dann folgt ein Abschnitt durch die offene Landschaft Rügens.

Fahrt über den bewaldeten Höhenrücken des Granitz
Fahrt über den bewaldeten Höhenrücken des Granitz

Fahrt mit dem Rasender Roland über Rügen
Fahrt mit dem Rasender Roland über Rügen

Blick von der Plattform des Wagens auf die Lok des Rasenden Rolands
Blick von der Plattform des Wagens auf die Lok

Bahnübergang des Rasenden Rolands über die Bundesstraße
Bahnübergang einer Bundesstraße in Sellin

Blick auf den Selliner See
Blick auf den Selliner See

Fahrt mit dem Rasenden Roland über Rügen
Fahrt mit dem Rasenden Roland über Rügen

Empfangsgebäude Bahnhof Baabe
Empfangsgebäude Bahnhof Baabe

Einfahrt in den Bahnhof Göhren
Einfahrt in den Bahnhof Göhren

Empfangsgebäude Bahnhof Göhren
Empfangsgebäude Bahnhof Göhren

Nach gut 13 Kilometern endet unser Ausflug auf Schmalspurgleisen im Endbahnhof Göhren. Der Bahnhof befindet sich unweit der Uferpromenade, das Ortszentrum liegt etwas erhöht im Hinterland.

Prellbock am Streckenende in Göhren
Prellbock am Streckenende in Göhren

Blick auf den Bahnhof Göhren
Blick auf den Bahnhof Göhren

Blick über die Halbinsel Mönchgut
Blick von der Anhöhe bei der Dorfkirche über die Halbinsel Mönchgut

Seebrücke Göhren
Seebrücke Göhren

Stand von Göhren
Ostseestrand bei Göhren

Seebrücke Göhren
Seebrücke Göhren

Mit dem Schiff wechseln wir nun von der Insel Rügen auf die Insel Usedom. Die MS "Adler-Mönchgut" startet morgens in Peenemünde und fährt über Göhren nach Binz, am Nachmittag geht es auf dieser Route zurück nach Usedom.

MS 'Adler-Mönchgut'
MS 'Adler-Mönchgut'

Fahrt mit der MS 'Adler-Mönchgut'
Fahrt mit der MS 'Adler-Mönchgut'

Fahrt um das Nordperd
Fahrt um das Nordperd

Etwa zwei Stunden dauert die Überfahrt von Rügen nach Usedom. Zunächst passieren wir das Nordperd, das Kap bildet den östlichsten Punkt der Insel Rügen. Weiter führt die Route entlang der Ostküste der Halbinsel Mönchgut und über den Greifswalder Bodden.

Überfahrt von Göhren nach Peenemünde
Überfahrt von Göhren nach Peenemünde

Blick über die Ostsee
Blick über die Ostsee

Einfahrt in den Peenestrom
Einfahrt in den Peenestrom

Schließlich verlässt das Schiff die offene Ostsee und fährt in den Peenestrom ein zum Hafen von Peenemünde. Peenemünde ist durch die ehemalige Heeresversuchsanstalt berühmt-berüchtigt, die Wehrmacht baute hier Raketen vom Typ V2. Peenemünde ist heute eine Museumslandschaft, dazu gehören auch das stillgelegte Kohlekraftwerk, das für die Energieversorgung der Heeresversuchsanstalt errichtet wurde sowie das sowjetische U-Boot U-461 als Museumsschiff im ehemaligen Marinehafen.

Hafen Peenemünde
Hafen Peenemünde mit Kohlekraftwerk und Museums-U-Boot

Ehemalige Heeresversuchsanstalt
Ehemalige Heeresversuchsanstalt

Das Erbe der Heeresversuchsanstalt ist heute Teil des Historisch-Technischen Museums Peenemünde. Das Museum hat bei unserer Ankunft am Abend schon geschlossen, durch den Zaun können wir einen Blick auf das Freigelände werfen, wo ein Peenemünder Triebwagen der ehemaligen Werkbahn steht.

Peenemünder Triebwagen der ehemaligen Werkbahn
Peenemünder Triebwagen der ehemaligen Werkbahn

UBB-Haltepunkt Peenemünde
UBB-Haltepunkt Peenemünde

Peenemünde ist ein Endpunkt im Netz der UBB. Die Bahnstrecke im Nordwesten der Insel Usedom von Zinnowitz nach Peenemünde wurde zur Erschließung der Heeresversuchsanstalt errichtet und wurde als "Werkbahn Peenemünde" bekannt. Die Strecke wurde 1941 elektrifiziert und später abschnittsweise auch zweigleisig ausgebaut. Die elektrischen Anlagen wurden nach dem Krieg als Reparationsleistungen abgebaut. Da Peenemünde lange Zeit weiterhin militärisches Sperrgebiet war, waren die Züge der Reichsbahn auf der Strecke nur ausgewähltem Publikum zugänglich. 1992 beantragte die Reichsbahn die Stilllegung des gesamten Inselnetzes, was durch das "Projekt Usedom" abgewendet werden konnte, so dass heute Dieseltriebwagen der UBB auf sanierter Strecke verkehren.

GTW der Usedomer Bäderbahn (UBB) in Peenemünde
GTW der Usedomer Bäderbahn (UBB) in Peenemünde

Innenbild GTW der Usedomer Bäderbahn (UBB)
Innenbild GTW der Usedomer Bäderbahn

Fahrt von Peenemünde nach Zinnowitz
Fahrt von Peenemünde nach Zinnowitz

Empfangsgebäude Bahnhof Zinnowitz
Empfangsgebäude Bahnhof Zinnowitz

Nach einer viertelstündige Fahrt ist Zinnowitz erreicht, dort besteht Anschluss an die Strecke von Wolgast nach Heringsdorf. Unser eigentliches Tagesziel ist Heringsdorf, zunächst legen wir jedoch einen Zwischenstopp in Zinnowitz ein. Seit dem Jahr 1911 hat das Ostseebad Zinnowitz einen Anschluss an das Bahnnetz. Im Empfangsgebäude betreibt die UBB ein Reisezentrum, zudem ist das Heimatmuseum im Bahnhofsgebäude untergebracht.

Empfangsgebäude Zinnowitz mit Reisezentrum
Empfangsgebäude mit Reisezentrum

Spaziergang durch Zinnowitz
Spaziergang durch Zinnowitz

Vinetabrücke Zinnowitz im Nebel
Vinetabrücke

Die über 300 Meter lange Seebrücke trägt den Namen "Vinetabrücke" in Anlehnung an die sagenhafte Stadt Vineta, die nach einem lasterhaften Verfall bei einem Sturmhochwasser untergegangen ist. Nach der Sage sollen noch heute die Glocken der untergegangenen Stadt aus den Tiefen des Meeres zu hören sein. Als Touristenattraktion gibt es am Kopf der Seebrücke eine Tauchgondel, mit der Besucher auf den Grund der Ostsee abtauchen können.

Nebel am Strand von Zinnowitz
Nebel am Strand von Zinnowitz

Tauchgondel an der Seebrücke Zinnowitz
Tauchgondel an der Seebrücke

Bäderarchitektur in Zinnowitz
Bäderarchitektur in Zinnowitz

Wie andere Ostseebäder ist auch Zinnowitz von der Bäderarchitektur geprägt. Nach einem Rundgang zwischen Strandpromenade und Zentrum machen wir uns auf den Rückweg zum Bahnhof und fahren mit der UBB weiter nach Heringsdorf, wo wir den Abend verbringen.

Spaziergang durch Zinnowitz
Spaziergang durch Zinnowitz

Bahnhof Zinnowitz
Bahnhof Zinnowitz

Seebrücke Heringsdorf bei Nacht
Seebrücke Heringsdorf bei Nacht


Tag 6: Heringsdorf - Köln

Mit Heringsdorf haben wir den nordöstlichsten Punkt unserer Rundreise erreicht und treten nun die Rückreise an. Hierbei wählen wir jedoch nicht den kürzesten oder schnellsten Weg, sondern fahren über Umwege in den Süden. Zu den ungewöhnlicheren Zügen im Fernverkehrsangebot der Deutschen Bahn gehören die Kurswagen von und nach Heringsdorf. Saisonal gibt es damit eine durchgehende Verbindung zwischen Köln, Ruhrgebiet und Berlin nach Usedom.

Diesellok der Baureihe 218 mit Kurswagen in Heringsdorf
Diesellok der Baureihe 218 mit Kurswagen in Heringsdorf

Der Zug besteht ab Heringsdorf aus drei ehemaligen Interregio-Wagen zweiter Klasse, bespannt von einer Diesellokomotive der Baureihe 218. Von Heringsdorf über Wolgast nach Züssow verkehrt der Zug unter zwei wechselnden UBB-Zugnummern und mit den zahlreichen Zwischenhalten im Takt der UBB.

Abteil zweiter Klasse in einem ehemaligen Interregio-Wagen
Abteil zweiter Klasse in einem ehemaligen Interregio-Wagen

Zugkreuzung mit einem GTW der UBB in Zempin
Zugkreuzung mit einem GTW der UBB in Zempin

Abgestellte Triebwagen ('Ferkeltaxen') in Zinnowitz
Abgestellte Triebwagen ('Ferkeltaxen') in Zinnowitz aus den Anfangsjahren der UBB

Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt über Usedom
Blick aus dem Zugfenster bei der Fahrt über Usedom

Fahrt über die Peenebrücke Wolgast
Fahrt über die Peenebrücke Wolgast

Nach dem Krieg gab es auf Usedom im wahrsten Sinne des Wortes einen Inselbetrieb bei der Bahn; nachdem die Eisenbahnbrücke von Karnin gesprengt wurde, mussten die Fahrzeuge über eine Fährverbindung auf die Insel gebracht werden, für Passagiere hieß es zwischen den Bahnhöfen Wolgast Hafen und Wolgaster Fähre einen Fußweg über eine Straßen-Klappbrücke zurückzulegen oder Umsteigen auf die Fähre. Im Jahr 2000 wurde dann der Bahnverkehr über die neue Peenebrücke aufgenommen, eine kombinierte Straßen- und Eisenbahn-Klappbrücke.

Blick auf Wolgast mit dem Turm der St-Petri-Kirche
Blick auf Wolgast mit dem Turm der St-Petri-Kirche

Rangiermanöver in Züssow
Rangiermanöver in Züssow

In Züssow erfolgt die Vereinigung mit dem Zugteil aus Binz. Nachdem der Stammzug am gegenüberliegenden Bahnsteig angekommen ist, werden die Kurswagen angehängt. Fahrgäste mit Erste-Klasse-Fahrscheinen wechseln nun in den vorderen Zugteil, wir wählen stattdessen einen deklassierten Abteilwagen mit nostalgischer Inneneinrichtung.

Deklassierter Abteilwagen des Typs Bwmz
Deklassierter Abteilwagen des Typs Bwmz

Faltblatt 'Ihr Reiseplan' des IC 2423 'UrlaubsExpress Mecklenburg-Vorpommern'
Reiseplan des 'UrlaubsExpress Mecklenburg-Vorpommern'

Der Zugname "UrlaubsExpress Mecklenburg-Vorpommern" erinnert an die Ära der saisonalen Touristenzüge, die von 1998 bis 2007 unter der Zuggattung UrlaubsExpress (UEx) von den Ballungsgebieten in die Ferienregionen verkehrten, heute trägt der Zug jedoch eine reguläre Intercity-Zugnummer.
Die Reise führt uns durch Vorpommern und durch die Uckermark nach Berlin, wobei der Zug den Berliner Hauptbahnhof auslässt und vom Bahnhof Berlin Gesundbrunnen direkt nach Spandau fährt.

Fahrt über die Peene in Anklam
Fahrt über die Peene in Anklam

Fahrt durch Vorpommern
Fahrt durch Vorpommern

Blick aus dem Zugfenster in der Uckermark
Blick aus dem Zugfenster in der Uckermark

Fahrt auf der Schnellfahrtstrecke Berlin-Hannover
Fahrt auf der Schnellfahrtstrecke Berlin-Hannover

Ab Berlin verkehrt der Zug auf der Schnellfahrtstrecke nach Hannover mit einem Zwischenstopp in Stendal. Während der Fahrt wird das Wetter schlechter und es beginnt zu regnen, so dass keine weiteren Streckenbilder möglich sind.

Fahrt über die Elbe
Fahrt über die Elbe

VW-Werk in Wolfsburg
VW-Werk in Wolfsburg

Unterwegs zwischen Wolfsburg und Hannover
Unterwegs zwischen Wolfsburg und Hannover

Fahrt bei Regen über die Hohenzollernbrücke Köln
Fahrt bei Regen über die Hohenzollernbrücke Köln

Nach der Fahrt über Bielefeld und durch das Ruhrgebiet rollen wir schließlich über die Hohenzollernbrücke in den Hauptbahnhof von Köln. Nach rund neuneinhalb Stunden Fahrt ist damit unser heutiges Tagesziel erreicht.

Gang im Abteilwagen vom Typ Bwmz
Gang im Abteilwagen vom Typ Bwmz

Konzert am Kölner Dom
Konzert am Kölner Dom

Wegen schlechter Wetteraussichten für den nächsten Reisetag brechen wir nun die geplante weitere Tour ab und fahren auf direktem Wege nach Hause. Den ursprünglich geplanten weiteren Reiseverlauf holen wir schließlich im Mai 2016 in zwei Etappen nach.


Tag 7: Köln - Gerolstein - Trier - Saarbrücken - Straßburg - Offenburg - Konstanz

Abseits der üblichen Fernverkehrsverbindungen wollen wir für die Fahrt von Köln nach Konstanz über eine westliche Route durch die Eifel, das Saarland und das Elsass fahren. Beim Blick auf die Kursbuchkarte stellt diese Strecke keinen wesentlichen Umweg dar, bezogen auf die Fahrzeit ist diese Variante jedoch deutlich länger.

LINT-Triebzug im Hauptbahnhof Köln
LINT-Triebzug im Hauptbahnhof Köln

Mit einem LINT-Triebzug starten wir am Kölner Hauptbahnhof zur Fahrt auf der Eifelstrecke. Die Strecke gehört zum sogenannten "vareo-Netz", die Wortschöpfung setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Einzugsgebiete Voreifel, Ahrtal, Rhein, Eifel und Oberbergisches Land. Nachdem wir Köln verlassen haben, führt die Strecke durch die Kölner Bucht, über den Höhenzug der Ville und die offene Landschaft der Jülich-Zülpicher Börde, dann streifen wir das Ahrgebirge.

Innenbild Erste Klasse im vareo-LINT
Erste Klasse im vareo-LINT

Fahrt am Rande der Kölner Bucht
Fahrt am Rande der Kölner Bucht

Fahrt durch das Ahrgebirge
Fahrt durch das Ahrgebirge

Fahrt durch das Ahrgebirge

Blick aus dem Zugfenster auf die Kyll
Blick aus dem Zugfenster auf die Kyll

Ab Jünkerath begleitet uns der Fluss Kyll. Die Kyll ist der längste Fluss der südlichen Eifel, die Bahnstrecke folgt dem Fluss bis zur Mündung in die Mosel bei Trier-Ehrang. Wir haben mittlerweile Nordrhein-Westfalen verlassen und fahren jetzt durch Rheinland-Pfalz. In Gerolstein legen wir einen einstündigen Zwischenstopp ein.

Bahnhof Gerolstein
Bahnhof Gerolstein

Eingangsbereich des Empfangsgebäudes Gerolstein mit Werbung für Gerolsteiner
Eingangsbereich des Empfangsgebäudes mit Werbung für Gerolsteiner

Das Empfangsgebäude wurde 2015 modernisiert und beherbergt neben einem Reisezentrum auch die Touristinformation Gerolsteiner Land. Viele Besucher bringen Gerolstein mit dem hier ansässigen Getränkehersteller in Verbindung, der mit Werbung am Bahnhof präsent ist. Gerolstein ist ein Luftkurort mit etwa 7.500 Einwohnern.

Spaziergang durch Gerolstein
Spaziergang durch Gerolstein

Spaziergang durch Gerolstein

Blick über die Gleise am Bahnhof Gerolstein
Blick über die Gleise am Bahnhof Gerolstein

Gerolstein war einstmals ein wichtiger Knotenbahnhof, als Relikt dieser Zeit hat der Bahnhof noch fünf Bahnsteiggleise. Einstmals führte von hier die Westeifelbahn über Prüm bis ins heute belgische Sankt Vith, nach Westen führte die Eifelquerbahn bis Andernach und bis zum Zweiten Weltkrieg gab es eine weitere Strecke ins 12 Kilometer entfernte Hillesheim. Heute wird der Bahnhof nur noch von Zügen auf der Eifelstrecke angefahren. Die Eifelstrecke sollte eigentlich schon vor dem Ersten Weltkrieg als eine der ersten Strecken in Deutschland elektrifiziert werden, aufgrund der Nähe zur französischen Grenze kam dies aus militärtaktischen Gründen damals jedoch nicht zu Stande und wurde bis heute nicht nachgeholt. Die prächtigen neogotischen Empfangsgebäude entlang der Strecke hingegen haben vom militärischen Erbe profitiert, sie wurden finanziert aus den französischen Zahlungen als Kriegsschuld nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871.

Empfangsgebäude Bahnhof Gerolstein
Empfangsgebäude Bahnhof Gerolstein

Gerolsteiner Dolomiten
Gerolsteiner Dolomiten

Die Strecke führt landschaftlich reizvoll weiter durch die Eifel. Die Kyll durchbricht bei Gerolstein die Ausläufer der Vulkaneifel, bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof sind die Gerolsteiner Dolomiten zu sehen. Der Charakter des Zugs hat sich mittlerweile gewandelt, während Publikum und Strecke auf der ersten Etappe ab Köln noch großstädtisch geprägt waren, rollen wir nun als Regionalbahn durch ländliche Regionen mit kleinen Haltepunkten als Bedarfshalte.

Blick aus dem Zugfenster auf der Eifelstrecke
Blick aus dem Zugfenster auf der Eifelstrecke

Fahrt durch die Vulkaneifel
Fahrt durch die Vulkaneifel

Bertradaburg
Bertradaburg

Während der Zug durch Mürlenbach fährt, fällt der Blick auf die Bertradaburg mit ihrem Doppelturmtor. Die Burg soll Wohnsitz von Bertrada, der Mutter Karls des Großen gewesen sein. Weiter entlang der Kyll führt die Strecke durch die Waldeifel nach Kyllburg.

Fahrt entlang der Kyll
Fahrt entlang der Kyll

Bahnhof Kyllburg
Bahnhof Kyllburg

Im Kylltal
Im Kylltal

Bahnhof Philippsheim
Bahnhof Philippsheim

Die Mittelgebirgsstrecke führt durch mehrere Tunnel, auch zahlreiche Brücken gibt es auf dieser Etappe. In Philippsheim begann einst eine rund acht Kilometer lange Schmalspurbahn, die aus dem Kylltal nach Binsfeld auf der Hochfläche führte, der Betrieb wurde 1965 eingestellt.

Unterwegs in der Südeifel
Unterwegs in der Südeifel

Bahnhof Daufenbach
Bahnhof Daufenbach

Pfarrkirche St. Amandus in Kordel
Pfarrkirche St. Amandus in Kordel

Burg Ramstein
Burg Ramstein

Nach dem Halt in Kordel kommt die Ruine der Burg Ramstein ins Blickfeld der Fahrgäste. Die Höhenburg aus dem 14. Jahrhundert steht auf einem Felsen am Rande des Meulenwaldes. Es gibt auch einen Haltepunkt Burg Ramstein, dieser wird allerdings nicht mehr bedient. In Trier-Ehrang trifft die Eifelstrecke schließlich auf die Moselstrecke aus Koblenz, über die Pflalzeler Brücke queren wir die Mosel und erreichen den Hauptbahnhof von Trier.

Fahrt auf der Pflalzeler Brücke über die Mosel
Fahrt auf der Pflalzeler Brücke über die Mosel

Blick durch das Zugfenster auf die Mosel
Blick durch das Zugfenster auf die Mosel

vareo-LINT nach der Ankunft in Trier
vareo-LINT nach der Ankunft in Trier

Nach der Bahnfahrt über etwa 170 Kilometer durch die Eifel steht ein kleiner Stadtrundgang durch Trier auf unserem Reiseplan, während der Triebwagen kurz darauf als RB 22 zurück nach Köln fährt.

Wandbild mit den Sehenswürdigkeiten von Trier in der Empfangshalle des Bahnhofs Trier
Wandbild mit den Sehenswürdigkeiten von Trier in der Empfangshalle des Hauptbahnhofs

Porta Nigra Trier
Porta Nigra Trier

Die Porta Nigra (deutsch Schwarzes Tor) ist das besterhaltene römische Stadttor in Deutschland, zusammen mit dem Dom und der Liebfrauenkirche von Trier gehört es zum UNESCO-Welterbe. Der Hauptmarkt im historischen Stadtkern ist gesäumt von bunten Fassaden und Gebäuden unterschiedlicher Epochen. Der Trierer Dom ist die älteste Bischofskirche in Deutschland.

Hauptmarkt Trier mit Blick zum Dom
Hauptmarkt Trier mit Blick zum Dom

Trierer Dom
Trierer Dom

Petrusbrunnen auf dem Hauptmarkt Trier
Petrusbrunnen auf dem Hauptmarkt, im Hintergrund die Steipe

Zu den prägenden Gebäuden am Hauptmarkt gehört der repräsentative Bau der Steipe, ein Fest- und Empfangsgebäude der Bürgerschaft. Der gotische Bau wurde im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und 1968 originalgetreu wieder aufgebaut.

Hauptmarkt mit dem Turm von St. Gangolf
Hauptmarkt mit dem Turm von St. Gangolf

Hauptbahnhof Trier
Hauptbahnhof Trier

Einfahrt eines SÜWEX-Triebzugs in den Hauptbahnhof Trier
Einfahrt eines SÜWEX-Triebzugs in den Hauptbahnhof Trier

Von Trier starten wir mit dem "SÜWEX" (Südwest-Express) nach Saarbrücken. Betrieben wird die Linie von DB Regio, der Triebzug vom Typ Flirt 3 trägt das Landesdesign. Auch im Innenraum gibt es ein vom Regio-Standard abweichendes Farbkonzept.

Erste Klasse im SÜWEX-Flirt
Erste Klasse im SÜWEX-Flirt

Fahrt entlang der Mosel
Fahrt entlang der Mosel

Die Strecke führt zunächst entlang der Mosel, ab Konz folgen wir der Saar flussaufwärts. Das Anbaugebiet des Saarweins liegt noch in Rheinland-Pfalz, später queren wir die Grenze zum Saarland. Durch das enge Tal folgt die Strecke nun äußerst kurvenreich den Schleifen der Saar, lediglich ein Tunnel verkürzt die Strecke.

Anbaugebiet des Saarweins
Anbaugebiet des Saarweins

Fahrt auf der Saarstrecke
Fahrt auf der Saarstrecke

Völklinger Hütte
Völklinger Hütte

Mit der Völklinger Hütte begegnet uns das nächste UNESO-Welterbe, diesmal in der Kategorie Industriedenkmal. Das Eisenwerk wurde 1986 stillgelegt. Am Hauptbahnhof von Saarbrücken verlassen wir den Zug.

Hauptbahnhof Saarbrücken
Hauptbahnhof Saarbrücken

Der Hauptbahnhof von Saarbrücken trägt aufgrund der Grenzlage und der internationalen Verbindungen nach Frankreich den Beinamen "Eurobahnhof". Auch wir starten von hier aus über die Grenze ins Nachbarland und fahren über Straßburg an den Bodensee. Zwei Triebwagen ("Blauwale") von TER Alsace warten zur Fahrt ins Elsass.

'Blauwal'-Triebzüge von TER Alsace im Bahnhof Saarbrücken
'Blauwal'-Triebzüge von TER Alsace im Bahnhof Saarbrücken

TER-Züge zur Fahrt von Saarbrücken nach Straßburg
TER-Züge zur Fahrt von Saarbrücken nach Straßburg

Innenbild 'Blauwal'-Triebzug
Innenbild 'Blauwal'-Triebzug

Fahrt entlang der Saar an der deutsch-französischen Grenze
Fahrt entlang der Saar an der deutsch-französischen Grenze

Auf der Oberen Saartalbahn fahren wir zunächst nach Saargemünd/Sarreguemines, dabei passen wir den Grenztarifpunkt "Hanweiler(GR)". Bis zum Bahnhof Sarreguemines verkehrt auch die Saarbahn von Saarbrücken aus, ein Fahrzeug der Regionalstadtbahn sehen wir am Hausbahnsteig des Bahnhofs Sarreguemines.

Bahnhof Sarreguemines
Bahnhof Sarreguemines

Fahrt durch das Bitscher Land
Fahrt durch das Bitscher Land

Landschaftlich reizvoll fahren wir durch das Bitscher Land (Pays de Bitche), auch der Saarkanal begleitet uns abschnittsweise. Später verlassen wir Lothringen und fahren durch das Elsass, das hügelige Gebiet im Nordwesten wird Krummes Elsass genannt.

Überquerung des Saarkanals
Überquerung des Saarkanals

Schiffe auf dem Saarkanal
Schiffe auf dem Saarkanal

Fahrt durch das Krumme Elsass
Fahrt durch das Krumme Elsass

Fahrt durch das Krumme Elsass

Bahnhof Diemeringen
Gare de Diemeringen

Der 1.600-Einwohner-Ort Diemeringen liegt im Naturpark Nordvogesen. Bald darauf fahren wir durch das Dorf Frohmuhl (deutsch Frohmühl), das bei Eisenbahnfotografen aufgrund einer langgezogenen Fotokurve und dem Motiv mit der Dorfkirche beliebt ist.

Fahrt durch Frohmuhl
Fahrt durch Frohmuhl

Innenbild 'Blauwal'-Triebzug
Innenbild 'Blauwal'-Triebzug

Fahrt durch die Nordvogesen
Fahrt durch die Nordvogesen

Bahnhof Obermodern
Bahnhof Obermodern, hier zweigt eine Bahnstrecke nach Schweighouse-sur-Moder ab.

Fahrt zwischen Obermodern und Straßburg
Fahrt zwischen Obermodern und Straßburg

Triebzug nach der Ankunft in Straßburg
Triebzug nach der Ankunft in Straßburg

Nach einer Fahrzeit von einer Stunde und 45 Minuten ist der Zielbahnhof Straßburg erreicht. Wir nutzen das schöne Wetter für einen Stadtbummel durch die Altstadt zu Füßen des Straßburger Münsters und am Fluss Ill.

Straßburger Münster
Straßburger Münster

Fachwerkhäuser am Münsterplatz Straßburg, rechts vorne die Schnitzfassade des Kammerzellhauses
Fachwerkhäuser am Münsterplatz, rechts vorne die Schnitzfassade des Kammerzellhauses

Straßburger Münster
Straßburger Münster

Ill in Straßburg
Fluss Ill

Ill in Straßburg

Bahnhof Straßburg
Bahnhof Straßburg

Auch der Bahnhof von Straßburg / Gare de Strasbourg ist eine interessante Sehenswürdigkeit. Der Bahnhof wird seit dem Jahr 2007 von einem gläsernen Vorbau umgeben, die 120 Meter lange Hülle umfasst rund 6.000 Quadratmeter an Glaselementen.

Glasfassade am Bahnhof Straßburg
Glasfassade des Bahnhofs

berdachter Vorplatz am Bahnhof Straßburg
Überdachter Vorplatz

Im Innern der Hülle gibt es einen überdachten Vorplatz vor dem denkmalgeschützten Empfangsgebäude aus dem Jahr 1883. Wegen des Denkmalschutzes und zur Erdbebensicherheit ist das Glasdach strukturell nicht mit dem historischen Empfangsgebäude verbunden.

Regioshuttle der SWEG im Bahnhof Straßburg
Regioshuttle der SWEG im Bahnhof Straßburg

Wir verlassen die Bahnhofshalle, denn der Regioshuttle-Triebwagen der SWEG nach Offenburg fährt außerhalb der Halle am Kopfgleis 25 ab. Der Triebwagen trägt die baden-württembergischen Landesfarben, innen gibt es auf den Sitzpolstern ein Design mit dem Stauferlöwen. Über den Rhein und damit die französisch-deutsche Grenze fahren wir auf der Europabahn nach Kehl und durch das Hanauerland in der Rheinebene nach Offenburg.

Innenbild Regioshuttle der SWEG
Innenbild Regioshuttle der SWEG

Fahrt über den Rhein
Fahrt über den Rhein

Fahrt auf der Europabahn durch das Hanauerland
Fahrt auf der Europabahn durch das Hanauerland

Zug der Schwarzwaldbahn im Bahnhof Offenburg
Zug der Schwarzwaldbahn im Bahnhof Offenburg

Im Bahnhof von Offenburg steht der letzte Umstieg unserer Reise an. Im Oberdeck eines Doppelstockwagens fahren wir nun über die Schwarzwaldbahn an den Bodensee.

Erste Klasse im Doppelstockwagen der Schwarzwaldbahn
Erste Klasse im Doppelstockwagen der Schwarzwaldbahn

Blick aus dem Zugfenster im Kinzigtal
Blick aus dem Zugfenster im Kinzigtal

Fahrt auf der Schwarzwaldbahn
Fahrt auf der Schwarzwaldbahn

Nach sieben Reisetagen endet damit eine abwechslungsreiche Fahrt zwischen Elbe, Ostsee und Eifel mit unterschiedlichsten Verkehrsmitteln vom Nachtzug über eine Gierseilfähre bis hin zur Überlandstraßenbahn.

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Cover Bahnreiseführer Deutschland »erfahren« und die Vielfalt von Landschaften, Kultur und Geschichte(n) zwischen Sylt und der Zugspitze auf insgesamt rund 12 000 Streckenkilometern erleben! Mein kompakter Reiseführer, erhältlich im Buchhandel, beschreibt den Streckenverlauf aller Fernverkehrsstrecken in Wort und Bild und beleuchtet interessante Aspekte aus Geografie, Geschichte, Politik und Wirtschaft. Kartenausschnitte, Entfernungsangaben und durchgängige Bebilderung machen das Buch zu einem unterhaltsamen Begleiter für alle Eisenbahnreisenden, die wissen wollen, was denn da am Zugfenster vorbeizieht. Besuchen Sie auch meine Seite www.bahnreisefuehrer.de.

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